Einmal im Jahr lädt der BEE die Branche der Erneuerbaren Energien in Berlin zum Neujahrsempfang. Hier kommen führende Köpfe aus Unternehmen, Politik, Verwaltung und Medien zusammen, um spannende Themen in entspannter Atmosphäre zu diskutieren. Prominente Politiker und Unternehmensvertreter nutzen das einmalige Forum zur Darstellung ihrer Positionen und zum Austausch über neue Wege in der Energiepolitik.
Am 7. Februar 2012 stand der Neujahrsempfang im Zeichen des
20-jährigen BEE-Jubiläums. Gastredner Dr. Peter Ramsauer sprach nicht nur als Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sondern auch als Gründungsmitglied des BEE. In seiner Rede lobte er den großen Zusammenhalt unter den Unterstützern der Erneuerbaren Energien, die sich damals wie heute über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg gemeinsam für den Ausbau der Erneuerbaren einsetzen.
Der Minister zeigte sich erfreut, dass unmittelbar nach den Ereignissen im japanischen Fukushima ein großes Gesetzespaket zur Energiewende von der Bundesregierung auf den Weg gebracht worden sei. Die Weichen für den Umbau der Energieversorgung seien damit gestellt. Im Wärmesektor räumte Minister Ramsauer allerdings Handlungsbedarf ein, um den herrschenden Attentismus im Heizungsmarkt aufzulösen. Die Lösung sieht er im Zusammenwirken des erfolgreichen Kfw-Programms zur energetischen Gebäudesanierung mit Steuererleichterungen für Gebäudesanierungsmaßnahmen. Dafür müssten die Länder ihren Widerstand gegen das vorgeschlagene Steuermodell des Bundes aufgeben.
BEE-Präsident Schütz hatte in seiner Begrüßung Bund und Länder aufgefordert, sich auf ein sinnvolles Modell für Steuerabschreibungen bei Gebäudesanierungen zu einigen. Hauseigentümer und Anlagenhersteller bräuchten endlich Klarheit um zu investieren. Darüber hinaus plädierte Schütz weiterhin für ein haushaltsunabhängiges Förderinstrument zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor. Der BEE habe dafür bereits 2005 das Modell der Erneuerbare-Wärme-Prämie erarbeitet. Mit diesem Instrument finanziere sich der Umbau des Wärmesektor selbst und könne daher wesentlich schneller voranschreiten.
Schütz erinnerte das Festpublikum an die Gründung des Verbandes im Dezember 1991 und bezeichnete die Arbeit der letzten 20 Jahre als erfolgreich. Nun gelte es, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen, um die Ziele von damals zu erreichen: den Aufbau einer klima- und umweltschonenden Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energiequellen – unabhängig von fossilen und atomaren Brennstoffen.
Aus Anlass des Jubiläums hat der BEE prominente Stimmen zur bisherigen Entwicklung der Erneuerbaren Energien, zu den Herausforderungen der nächsten Jahren und zur Rolle des BEE in der Energiepolitik gesammelt. Daraus ist ein beeindruckendes Filmdokument entstanden. Den folgenden Auszug hat der BEE seinen Gästen auf dem Neujahrsempfang präsentiert.
Die Langfassung des Interviewfilms sowie zahlreiche weitere Stimmen zu interessanten Fragen rund um die energiepolitische Entwicklung der vergangenen und kommenden Jahre finden Sie auf den
Jubiläumsseiten des BEE.
Eindrücke vom BEE-Neujahrsempfang 2012, auf dem rund 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Branche, Verbänden und Medien zu Gast waren, haben wir in einer
Bildergalerie festgehalten.