Die Gründung des BEE
Am 14. Dezember 1991 kamen auf der Wachenburg in Weinheim an der Bergstraße rund einhundert Menschen zusammen, um den Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. aus der Taufe zu heben. In der bunten Runde saßen Vertreter der Wasserkraft, der Wind- und Sonnenenergie und der Bioenergie zusammen. Sie repräsentierten eine breite Palette von politischen Strömungen und Parteien. Doch so unterschiedlich die Hintergründe der Akteure auch waren, sie alle verfolgten ein gemeinsames Ziel: den Aufbau einer klima- und umweltschonenden Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energiequellen.
Gründungsversammlung des BEE
Sowohl die globalen Gefahren des Treibhauseffektes als auch die atomare Bedrohung durch die Kernkraft waren zu diesem Zeitpunkt längst offenkundig. Diese beiden Gefahren dienten als Motivation für Politiker und Praktiker gleichermaßen, sich für eine neue und nachhaltige Energieversorgung stark zu machen.
Der langjährige Bundestagsabgeordnete Matthias Engelsberger (CSU) verstand es, das große Engagement über Parteigrenzen hinweg zu bündeln. Er trug damit maßgeblich zur Gründung des Dachverbandes der Erneuerbaren Energien bei. Bis heute gewährt der BEE ihm als Ehrenpräsident ein Andenken für seine Initiative.
Schon in der Gründungserklärung des BEE wurde die Zielrichtung aller Aktivitäten deutlich, die bis heute den Kompass der Verbandsarbeit bildet: die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen zugunsten der Erneuerbaren Energien.
Nur wenn die gesetzlichen Regelungen die Belastungen von Umwelt und Gesundheit durch fossile und atomare Energieerzeugung stärker in Rechnung stellen und im Gegenzug den Nutzen der Erneuerbaren anerkennen, kann ein grundlegender Umbau der Energieversorgung eingeleitet werden – so die gemeinsame Überzeugung, die die Arbeit des BEE auch in Zukunft leiten wird.