„Die derzeit größte Herausforderung ist, dass der dringend benötigte Ausbau der Infrastruktur - Netze und Speicher - mit dem zügigen Ausbau der Erzeugungsanlagen Schritt hält.“
Dirk Becker, MdB
„Der größte Nachholbedarf liegt im Verkehrs- und Wärmesektor. Hier brauchen wir dringend weitere Anreize.“
Josef Göppel, MdB
„Durch globales Wachstum und Wohlstand wird der Energiebedarf zunehmen, durch eine effiziente Energieauslastung und eine breit angelegte Forschung können wir dieser Herausforderung begegnen.“
Hans-Michael Goldmann, MdB
„Die Überwindung der Blockaden in den Köpfen der Menschen, die durch die Argumente der fossil-atomaren Wirtschaft weit verbreitet sind.“
Hans-Josef Fell, MdB
„Das Energiesystem auf die Erfordernisse der Erneuerbaren Energien umzubauen. Denn so rum muss es gehen, nicht die Erneuerbaren in das Korsett der heutigen Energieversorgung einzwängen.“
Ulrich Kelber, MdB
„Netzausbau, Speicherausbau, bedarfsgerechte Erzeugung statt Produktion von Menge und Reduktion der Kosten. Und wir müssen erreichen, dass bundesweit die passive Akzeptanz für die Energiewende und für die Erneuerbaren in ein aktive Akzeptanz gewandelt wird. Eine besondere Herausforderung wird es sein, die Akzeptanz für die Bioenergie bei den Umwelt- und Entwicklungs-NGOs wieder herzustellen.“
Michaele Hustedt, ehem. MdB
„Zu den größten Herausforderungen dürfte gehören, den Übergang in ein System zu schaffen, in dem die Erneuerbaren weiter ausgebaut werden, ohne dabei abhängig zu sein von einer spezifischen Förderung.“
Uwe Nestle, Bundesumweltministerium
„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gibt es die Neigung, sich für die billigste Lösung zu entscheiden. Der Einsatz fossiler und nuklearer Energie erscheint billiger, da die Gesellschaft die Kosten zu tragen hat.“
Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes a.D.
„Erfolge herausarbeiten und offensiv vermitteln. Aber sich niemals auf der Erfolgsgeschichte ausruhen. Das Spiel ist außerordentlich ambitioniert und mit hohen Risiken behaftet, das sollten wir im Tagesstreit immer im Hinterkopf haben!“
Reinhard Kaiser, Bundesumweltministerium
„Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung. Wir brauchen viel mehr qualifiziertes Personal – auch jene, die schon länger im Beruf sind –, um die Geschwindigkeit der Transformation der Energieversorgung aufrecht erhalten zu können.“
Dr. Harry Lehmann, Umweltbundesamt
„Zudem werden die Kostenfragen, genauer: die Fragen der Kostenverteilung, im Rahmen der Gesamtherausforderungen der Energiewende in einem möglichst breiten Konsens zu lösen sein, nicht zuletzt, um die bislang hohe Akzeptanz auch weiterhin zu sichern.“
Wolfgang Dirschauer, Vattenfall Europe AG
„Die Herausforderungen sind nicht technischer Art. Es wird von der Qualität der politischen Steuerungsinstrumente und Rahmenbedingungen abhängen, ob eine möglichst rasche und effiziente Transformation der Energieversorgung unter aktiver Mitwirkung aller Akteure gelingt.“
Dr. Joachim Nitsch, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
„Die intelligente Vernetzung der Erneuerbaren wird ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg sein. Auf politischer Ebene sind die größten Hindernisse sicher in den Köpfen zu überwinden.“
Matthias Willenbacher, juwi Holding AG
„Mit dem erforderlichen Aussteuern und Wegspeichern von Überproduktion und die rund um die Uhr Versorgung aus Erneuerbaren steht unser gesamtes Energiesystem vor der größten Herausforderung aller Zeiten.“
Ulrich Schmack, Schmack Biogas GmbH
„Für mich sind die großen Themen Wirtschaftlichkeit und öffentlicher Rückhalt. Wir sind heute in der Lage, Erneuerbare Energien in großen Mengen herzustellen. Wenn wir es aber nicht schaffen, die Menschen auf diesen Weg der Energiewende mitzunehmen, wie dies z.B. bei der E10-Einführung geschehen ist, werden wir wenig Erfolg haben.“
Claus Sauter, VERBIO Vereinigte BioEnergie AG
„Aktuell muss der Netzausbau organisiert und forciert werden, damit der Ausbau der Erneuerbaren nicht zum Erliegen kommt. Mittel- und langfristig liegt die größte Herausforderung darin, das Angebot der Rrneuerbaren Energien und die Nachfrage nach Energie in Einklang zu bringen.“
Lothar Schulze, Windwärts Energie GmbH
„Es ist der alte Kampf mit denen, die am liebsten weitermachen würden wie bisher. Inzwischen stehen aber schon über eine Million Erneuerbare-Energien-Stromerzeuger gegen die paar Stromkonzerne und Besitzstandswahrer in der Politik.“
Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, SolarWorld AG
„Die größte Herausforderung ist wie immer keine technische, sondern eine politische: kreativer Mittelstand statt lobbygetriebene Energiemonopole, breite Anwendung Erneuerbarer Energien in der Fläche statt teuere oligopole Großprojekte, Vielfalt statt Einfalt.“
Jörg Müller, Enertrag AG
„Die Herausforderungen für Erneuerbare Energien sind Netzstruktur und die Speicherfrage. Allerdings muss die Akzeptanz bei den Bewohnern erhöht werden. Deswegen brauchen wir Modelle, wie die Kommune und die Bürger viel stärker einbezogen werden.“
Dr. Wolfgang Daniels, Sachsenkraft GmbH
„Dass der Fokus auf die Entwicklung im Strombereich überwunden wird und damit die Erfordernisse in den Bereichen Wärme und Mobilität ebenfalls wahrgenommen werden. Sonst laufen wir Gefahr, dass wir uns auf den Erfolgen im Strombereich ausruhen.“
Johannes van Bergen, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH
„Es reicht auf Dauer nicht, den Netzbetreibern die Strommengen vor die Tür zu kippen. Wir selbst müssen uns viel stärker mit der Systemintegration von Erneuerbaren Energien befassen, wenn wir weiter das Ziel verfolgen, dass unsere Energiewirtschaft insgesamt regenerativ wird.“
Johannes Lackmann, ehem. BEE-Präsident
„Die Erneuerbaren Energien müssen an den richtigen Standorten von den richtigen Investoren errichtet werden. Denn auf Dauer wird der Ausbau nur akzeptiert werden, wenn er nicht den Zielen des Naturschutzes widerspricht und möglichst viele Bürger am Ausbau partizipieren können.“
Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
„Die größte Herausforderung wird sein, die zunehmend auftretenden Zielkonflikte mit anderen Bereichen der Umweltpolitik in den Griff zu bekommen, vor allem bei der Bioenergie.“
Jürgen Maier, Forum Umwelt und Entwicklung