Erneuerbare in den Bundesländern
Auf Landes- und kommunaler Ebene nutzen die politischen Akteure ihre Gestaltungsspielräume in der Energiepolitik sehr unterschiedlich. Während einige Bundesländer beim Ausbau Erneuerbarer Energien eigene Ziele formulieren und zusätzliche Schritte unternehmen, setzen andere weiterhin auf Kohle oder Atom und verpassen den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung.
Wie unterschiedlich das Engagement regional verteilt ist, zeigt sich in den einzelnen Sparten. Beispiel Windenergie: Während Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein schon um die 40 Prozent ihres Stromverbrauches aus Windenergie decken können, tendiert dieser Wert in Bundesländern wie Hessen, Bayern und Baden-Württemberg immer noch gegen null. Letztere erkennen erst nach und nach die Notwendigkeit, ihre langjährige Blockade in diesem Bereich aufzugeben und umzusteuern.
Genau umgekehrt sieht es in der Solarenergienutzung aus. Während hier die führenden Wind-Länder im Bundesländervergleich auf den hinteren Plätzen landen, liegt Bayern vor Baden-Württemberg in der Erzeugung von solarem Strom und solarer Wärme bundesweit an der Spitze.
An der ungleichen bundesweiten Verteilung der Erneuerbaren wird deutlich, dass die jeweilige Entscheidungsebene ihre Möglichkeiten optimal nutzen sollte. Diese bestehen sowohl in politischen Instrumenten wie Raumordnungsverfahren und gezielter Wirtschaftsförderung aber auch in der Schaffung von kompetenten Institutionen und gezielten Forschungsschwerpunkten im Bereich der Erneuerbaren.