Den Klimawandel zu bremsen muss in den nächsten Jahren das zentrale politische Ziel der Weltgemeinschaft wie auch der Bundesregierung bleiben. Spätestens seit der ökonomischen Betrachtung des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicholas Stern aus dem Herbst 2006 ist evident, dass Investitionen in aktiven Klimaschutz erheblich günstiger sind als die enormen Folgekosten des Klimawandels. Nach Maßgabe der führenden Klimaforscher, die im Rahmen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen zusammenarbeiten, bleibt nur noch ein relativ kleines Zeitfenster von 10 bis maximal 15 Jahren, um Treibhausgasausstoß massiv zu reduzieren. Nur lässt sich die Erwärmung der Erde auf 2 Grad Celsius begrenzen und so die gravierendsten Folgen des Klimawandels abwenden. Entscheidend dabei ist, dass die tatsächliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes zügig vorankommt.
Jede Kilowattstunde Strom oder Wärme und jeder gefahrene Kilometer, der auf Erneuerbaren Energien basiert, reduziert ganz direkt den Ausstoß von Treibhausgasen. Denn die Erneuerbaren sind weitgehend CO2-frei und ersetzen den entsprechenden Anteil von fossilen Brennstoffen. Damit sind und bleiben die Erneuerbaren Energien die Klimaschützer Nummer eins. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Klimaziele der Bundesregierung (minus 40 Prozent Treibhausgasausstoß bis 2020 im Vgl. zu 1990) wie auch der internationalen Gemeinschaft tatsächlich erreicht werden können. 2008 hat der Einsatz Erneuerbarer Energien in Deutschland insgesamt 120 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Der Großteil davon entfiel mit rund 87 Mio. Tonnen auf den Stromsektor, 22 Mio. Tonnen wurden durch erneuerbare Wärme vermieden und 12 Mio.Tonnen durch Biokraftstoffe.
Neben dem Einsatz Erneuerbarer Energien ist selbstverständlich die schnelle Steigerung der Energieeffizienz die wichtigste Säule für den Klimaschutz. Denn je weniger Energie insgesamt verbraucht wird, desto schneller kann sie vollständig durch regenerative Quellen gedeckt werden.
Erneuerbare ermöglichen auch unter verschärften Klimaschutzauflagen weiterhin wirtschaftliche Entwicklung und sparen steigende Kosten für CO2-Zertifikate ein. Klimaschutz durch Erneuerbare Energien bedeutet zugleich ökologischen wie ökonomischen Eigennutz. Wer mit nachhaltigem Wachstum sowohl der Wirtschafts- als auch der Klimakrise begegnen will, muss also auf Erneuerbare Energie setzen – und zwar ohne jede Einschränkung.